Die Asche wird in einem fließenden Gewässer beigesetzt, oft zusammen mit Blumen.
Nach der Bestattung sollen sich die Angehörigen waschen und baden. Sie sind auch für eine Zeit von Tätigkeiten wie dem Besuchen des Tempels befreit. Auch das Haus wird anschließend gemeinsam gereinigt. In dieser Zeit bringen Nachbarn den Hinterbliebenen Speisen, damit ihnen das Trauern erleichtert wird.
Ebenfalls nach der Bestattung – an einem ungeraden Tag – findet ein gemeinschaftliches Mahl statt. Hier wird das Lieblingsgericht des Verstorbenen gereicht, von dem man einen Teil an einem verlassenen Ort zurücklässt.
Spätestens einen Monat nach der Verbrennung wird das Shraddha-Ritual durchgeführt. Bei dieser Totenfeier opfert einer der männlichen Nachkommen den Ahnen und den Totengeistern Klöße aus Reis. Kann dieses Ritual nicht ausgeführt werden, weil es keine männlichen Nachkommen gibt, gilt das als Unglück, da der Verstorbene nun nicht wiedergeboren werden kann und im Geistreich verbleiben muss. Das Shraddha-Ritual wird jedes Jahr wiederholt, solange wie die männlichen Nachkommen leben. Durch die Verehrung der Ahnen können sich die Nachkommen Verdienste erwerben, die ihre Wiedergeburt begünstigen.

Einleitung

 

Das Begräbnis ist der Abschluss des irdischen Lebens und das letzte Ritual für einen Menschen. Bei der Bestattung kommt die Trauer der Lebenden um den Verstorbenen zum Ausdruck. Die Bestattung samt der damit verbundenen Gebräuche ist ein religiöses Ereignis und ein wichtiger Bestandteil der Volkskultur.

 

 

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Leben nach dem Tod ...oder was sehe ich, wenn ich sterbe