Wer hat vom Unsterblichkeitselixier getrunken?

Die Person des Grafen von Saint Germain ist so einzigartig, dass sein Name noch heute berühmt ist. Einige Forscher behaupten, dass es sich um eine mythische Gestalt handelt, die in der Wirklichkeit nie existierte. Viele andere sind aber vom Gegenteil überzeugt und glauben an die Existenz des Grafen, um so mehr, als einige meinen, dass der abenteuerliche Graf noch heute am Leben sei.
Im 17. Jahrhundert erschien in Paris ein 45-50-jähriger, gut gebildeter, vermögender Mann. Er wurde beim Hof vorgestellt, wo er durch seine Talente für Furore sorgte. Nebenbei erzählte er schockierende Einzelheiten von Geschehnissen, die vor ein paar Jahrhunderten vor sich gingen. Die Zuhörer bekamen den Eindruck, als ob Saint Germain unmittelbarer Augenzeuge dieser Ereignisse gewesen sei. In die Jahre gekommene Aristokraten flüsterten im engen Kreis, dass sie diesem Mann in ihren jungen Jahren begegnet waren und er sich seitdem nicht verändert habe.
Der geheimnisvolle Graf beherrschte alle europäischen und alten Sprachen und war eine Koryphäe auf den Gebieten Physik, Chemie und Alchimie. Seine meisterhaften Bilder bestachen durch unbegreiflichen Glanz und das Leuchten der Farben. Ihre Zusammensetzung war das Geheimnis des Grafen.

SEHNSUCHT NACH EWIGKEIT

Sobald aus dem Schornstein wieder eine Rauchsilhouette erschien, fiel ein dunkler Klumpen wie ein Geier über sie her und saugte sie ein.

Zwischen 1737 und 1742 war der Mystiker in Persien, wo er nach seinen eigenen Worten die Geheimnisse der Natur zu begreifen begann. Der Reiseweg des Grafen ist verblüffend.
Es zählen sich die Städte und Länder, wo er sich unter fremdem Namen versteckte und an vielen bedeutenden Machenschaften beteiligte: Italien, Holland, England, Preussen, Indien, Russland. Aber das grösste Geheimnis seines Lebens war sein Tod, d.h. eine gesicherte Kenntnis über seinen Tod. Es gab bestimmte Angaben, dass der Graf in den 70er Jahren des 17. Jhs. ein Schloss in Holstein (Norddeutschland) erworben hatte, wo er einsam bis zu seinem Tod 1784 gewohnt haben soll. Aber sein Grab wurde nie gefunden. Dann erschienen Augenzeugen, die Saint Germain an den unerwartetsten Orten begegnet sein wollen!
1788 stiess der französische Bote Graf de Chalogne auf dem Markusplatz in Venedig auf den Verstorbenen und versuchte mit ihm zu sprechen, aber der Graf enteilte.
1793 sahen Prinzessin de Lambal und Jeanne du Barry den Grafen in Paris.

Jeanne du Barry

1814 begegnete die hochbetagte Aristokratin de Genlis ihm in Wien – gleich aussehend, wie sie ihn aus ihren jungen Jahren gekannt hatte. Zehn Jahre danach sprach mit ihm ein Beamter im Ruhestand. 1912 erkannte ihn jemand in St. Petersburg, 1934 besuchte er Paris, 1939 sah man ihn dort wieder. Wie immer war er reich und flink…
Begegnungen mit Leuten, die schon lange tot sein sollen, oder furchteinflössende Geschichten aus dem Alltag, die durch den aktuellen Kenntnisstand nicht zu erklären sind, lassen die Leute zum Schluss kommen, dass „so etwas doch existiert“. Kommen wir nun zu  Beobachtungen oder Zeugnissen unserer Zeitgenossen.

SEHNSUCHT NACH EWIGKEIT

Die Toten wollen leben

An einem Arbeitstag 1996 in St. Petersburg wurde im Fernsehen eine interessante Sendung ausgestrahlt. Die Fachkräfte eines Forschungsinstituts zeigten ein Experiment aus einem Krematorium. Auf dem Kopf eines Leichnams wurde ein Enzephalograph montiert, dessen Sensoren die elektrische Hirnaktivität registrieren. Natürlich “schwieg” die Anlage, weil der Mensch schon vier Tage lang tot war. Der Sarg fuhr langsam zum feurigen Maul des Krematoriums. Am Ziel aber rührte sich das Pfeilchen des Geräts und begann die gebrochenen Linien zu zeichnen. Unglaublich! Das Hirn des toten Menschen funktionierte. Und noch mehr: Es gab die gleichen Zeichen wie bei einem äusserst erschrockenen lebendigen Menschen. Der Tote wollte ganz offensichtlich nicht verbrannt werden! Die Forscher versprachen, diesen Fall in der nächsten Sendung vom wissenschaftlichen Standpunkt her zu kommentieren, aber die Zuschauer sollten darauf umsonst warten…

1 | 2 | 3 | 4


Leben nach dem Tod ...oder was sehe ich, wenn ich sterbe